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Schulprogramm 2016/2017

 

1. Allgemeines und Historisches

 

1.1. Situationsbeschreibung und Ausgangslage der Schule

 

Die Tobias- Seiler- Oberschule Bernau ist eine von fünf Oberschulen im Niederbarnim. Zum Schuljahr 2008/09 erfolgte die Namensgebung. Der Name wurde nach einem Findungsprozess, an dem alle Mitwirkungsgremien beteiligt waren, aus Verbundenheit zur Stadt Bernau gewählt. (T. Seiler war ein bekannter Ortschronist). In den vier Jahren davor, hieß die Schule nur Oberschule Bernau. Sie ging aus der Realschule Bernau hervor. Die Umwandlung erfolgte per Gesetz im Rahmen einer Schulstrukturreform 2005. Die Organisationsform ist durch einen Beschluss der Schulkonferenz kooperativ. Das heißt, dass eine Hauptschulklasse und zwei Realschulklassen je Jahrgang gebildet werden. In Bernau gibt es zudem zwei Gymnasien und eine weitere Oberschule. Die Schülerzahl der Oberschule/Realschule ist seit der Gründung 1991 gestiegen. Gingen im Anfangsjahr 320 Schüler auf die Schule, so wurde im Schuljahr 2003/04 mit 512 Schülerinnen und Schülern der bisherige Höchststand erreicht. Die Zahl der Klassen nahm gleichsam von 12 auf maximal 19 zu. In diesem Schuljahr besuchen ca. 385 Schüler in 15 Klassen die Einrichtung. Ursache für den Anstieg und die Verringerung war in erster Linie die demografische Entwicklung. Seit einigen Jahren übersteigt die Nachfrage das Angebot an Schulplätzen. Nicht zuletzt war das ein Grund dafür, dass die Stadt Bernau im Jahr 2000 für die Realschule ein neues Gebäude errichten ließ. Für die Fachbereiche Naturwissenschaften und WAT (Wirtschaft, Arbeit, Technik) wurde 2010 ein weiteres Schulgebäude fertiggestellt. Von den derzeit 385 Schülerinnen und Schülern kommen die meisten aus Bernau und Umgebung. Es ergeben sich mitunter sehr differenzierte Lernausgangslagen, die in der täglichen Arbeit vor allem in der Anfangsphase Berücksichtigung finden. Die durchschnittliche Klassenstärke beträgt 25 Schüler je Klasse (23 in Integrationsklassen, 28 in FOR- Klassen). Die Schule nimmt mit der EBR- Klasse 8 (Erweiterte Berufsbildungsreife) am Praxislernen (siehe Anhang) teil. Die Oberschule Bernau ist eine offene Ganztagsschule (siehe Anhang) für die Jahrgänge 7-10.

 

1.2. Das Kollegium

 

Insgesamt 37 Lehrerinnen und Lehrer unterrichten derzeit an der Oberschule Bernau. Die Zusammensetzung des Lehrerkollektivs hat sich in den letzten Jahren altersbedingt stark verändert. Nur noch ein Drittel der Kolleginnen und Kollegen war auch bei der Gründung der Realschule dabei. Das Klima zeichnet sich nichtsdestotrotz durch Homogenität aus. Alle Lehrerinnen und Lehrer sind gut ausgebildet und versehen bereits mit Berufserfahrung ihren Dienst. Die Tobias-Seiler-Oberschule Bernau ist Ausbildungsschule für Lehramtsanwärterinnen und Lehramtsanwärter des Staatlichen Studienseminars Bernau. Das Schulmanagement besteht aus dem Schulleiter und der stellvertretenden Schulleiterin. Die Schulleitung zeigt sich verantwortlich für eine geordnete Unterrichts- und Erziehungsarbeit. Das Management initiiert Prozesse, um innovative Entwicklungen nachhaltig zu gestalten und die verschiedenen Bemühungen an der Schule auf gemeinsame pädagogische Ziele hin auszurichten, zu bündeln und Prioritäten zu setzen. Die Schulleitung vertritt die Schule nach außen und organisiert eine kontinuierliche Pressearbeit.

 

1.3. Beschreibung des Schulumfeldes

 

Die Tobias-Seiler-Oberschule Bernau liegt in der Nähe zum Neubaugebiet Viehtrift in einem gewachsenen Siedlungsgebiet, dem Blumenhag. Das Umfeld der Schule hat sich im Zuge der Entwicklung Bernaus positiv verändert. Der Schulstandort ist laut Schulentwicklungsplan langfristig gesichert. Schulträger der Schule ist die Stadt Bernau bei Berlin. Die Stadtbuslinie 868 verläuft in unmittelbarer Nähe der Schule, die S-Bahn ist in zehn Minuten zu Fuß erreichbar. Der größte Anteil unserer Schüler ist in Bernau zu Hause.

 

1.4. Räumlichkeiten und materielle Bedingungen

 

Das Schulhaus, welches 2000 bezogen wurde, ist modern eingerichtet. 18 Unterrichtsräume stehen zur Verfügung, die alle vernetzt und damit internetfähig sind. Ein Raum wird als PC-Kabinett genutzt. Im 2010 fertiggestellten Schulergänzungsbau werden von der Tobias-Seiler-Oberschule 8 weitere Unterrichtsräume, hauptsächlich Fachkabinette, genutzt. In der Mensa haben die Schüler auch die Möglichkeit, an der Schulspeisung teilzunehmen. Der Sportunterricht wird in einer neuen und modernen Dreifeldsporthalle durchgeführt.

 

1.5. Das Schulklima

 

Das Schulleben wird von einem respektvollen, höflichen und toleranten Klima geprägt. Das Miteinander regeln die Hausordnung und die Grundsätze zur Schaffung einer guten Unterrichts- und Lernatmosphäre. Sie beinhalten unter anderem fundamentale Richtlinien sowie entsprechende Maßnahmen bei Regelverstößen. Jeder Schüler und Lehrer trägt durch sein Arbeits- und Sozialverhalten dazu bei, dass wir einen wesentlichen Grundsatz unseres Zusammenlebens, der Toleranz, Solidarität und Wahrung der Würde und Freiheit des Menschen beinhaltet, verwirklichen können.Neben dem Unterricht gibt es an unserer Schule viele außerunterrichtliche Höhepunkte. Traditionen wie Sprachreisen nach London, Klassenfahrten in den Jahrgangsstufen 8 und 10, Feste wie das Frühlingsfest, den „Tag der offenen Tür“ und das Ehemaligentreffen, Themenprojekte wie der Frühjahrsputz in der Stadt, und das Projekt „Tagwerk“ werden bewahrt und weiterentwickelt. Die Integration von Schülerinnen mit Handicaps wird an der Schule erfolgreich praktiziert.Schülerinnen und Schüler nehmen ihre Mitbestimmungsrechte verantwortungsbewusst wahr. Es gibt z.B. eine rege Zusammenarbeit zwischen Schüler- und Klassensprechern. Die Teilnahme an „Jugend trainiert für Olympia“ in verschiedenen Sportarten und an Mathematik- sowie Geografieolympiaden wird von den Lehrern organisiert.Im Rahmen von Wandertagen stehen unter anderem traditionell der Besuch der Gedenkstätte Sachsenhausen und ein Theaterbesuch auf dem Programm. Gemeinsam mit externen Partnern wie der Polizei und der Jugendeinrichtung „Blickwinkel“ bietet die Schule Präventionsveranstaltungen und Beratung für die Jugendlichen und deren Eltern an. Die Tobias- Seiler- Oberschule Bernau hat sich in den letzten Jahren einer Reihe externer Bewertungen gestellt. So konnten durch die Bertelsmannstudie SEIS - Selbstevaluation in Schulen -  wichtige Einschätzungen gewonnen und Entwicklungsschwerpunkte gesetzt werden. Die durch das Schulamt durchgeführten datengestützten Qualitätsgespräche (DAQ) bestätigen folgende positive Ergebnisse:

  1. Die Schule verfügt über einen guten Ruf und die meisten Eltern, Schüler und Lehrer empfinden das Schulklima als angenehm.
  2. Die Schule ist seit Jahren übernachgefragt.
  3. Der Einsatz der Unterrichtsmethoden ist sehr vielfältig.
  4. Die Eltern schätzen die gute und enge Zusammenarbeit zwischen Elternhaus und Schule.
  5. Schüler und Eltern loben die zumeist konsequente Durchsetzung von Regeln und Normen im Unterricht.
  6. Sowohl die Zusammenarbeit der KollegInnen untereinander als auch mit der Schulleitung ist positiv zu werten.
  7. Das außerunterrichtliche Angebot der Schule wird geschätzt und angenommen.
  8. Die erreichten Leistungen der Schüler liegen über dem Landesdurchschnitt.
  9. Der Unterrichtsausfall ist sehr gering und im Landesdurchschnitt vorbildlich.
  10. Die Arbeit der Fachkonferenzen, insbesondere in den Hauptfächern, wird lobend anerkannt.

2. Das Leitbild der Oberschule Bernau

 

  1. Die Weiterentwicklung, Festigung und Anwendung der mathematischen, muttersprachlichen, fremdsprachlichen und der naturwissenschaftlichen Kompetenzen stehen im Mittelpunkt unserer Arbeit und sind Voraussetzung für einen erfolgreichen Schulabschluss und das Fundament für die weitere Ausbildung. Deshalb sind Schwerpunktstunden und Fördermöglichkeiten auf diesen Bereich des Unterrichts konzentriert.
  2. Der Unterricht hat für uns oberste Priorität. Unterrichtsausfall kommt an unserer Schule nur in äußerst geringem Umfang vor.
  3. Wir bieten den Schülern langfristig Hilfe bei der Berufswahl und bereiten sie intensiv auf die Berufsausbildung vor.
  4. Wir sind Initiator und Mitorganisator der Ausbildungs- und Studienbörse in Bernau.
  5. Die Organisationsform unserer Oberschule in bildungsgangbezogenen Klassen ermöglicht und unterstützt den „Gemeinsamen Unterricht“ und das „Projekt Praxislernen“.
  6. Neben der Bildung ist die Erziehung ein wichtiger Schwerpunkt der Arbeit. Normen wie Höflichkeit, Fleiß, Pünktlichkeit, Ordnung, Disziplin und Toleranz sind uns von besonderem Wert
  7. Wir nehmen sowohl die Verantwortung und Mitbestimmungsrechte der Schüler und Schülerinnen als auch die enge Zusammenarbeit mit den Eltern als wichtige Bausteine für das erfolgsorientierte Arbeiten an unserer Schule sehr ernst
  8. Ein offenes Ganztagsangebot in Form von Methodentraining, Fördermöglichkeiten und Arbeitsgemeinschaften bieten wir unseren Schülern  im Anschluss an den Unterricht

 

3. Schwerpunkte der pädagogischen Arbeit

 

3.1. Die pädagogischen Ziele, Schwerpunkte und Organisationsformen in Unterricht, Erziehung, Beratung und Betreuung

 

Wichtigstes Ziel unserer Arbeit ist die Vorbereitung der Schülerinnen und Schüler auf die Ausbildungsfähigkeit und die Fähigkeit, selbstständig lebenslang zu lernen. Bildungsschwerpunkte im Fachunterricht bzw. im fächerübergreifenden Unterricht sind zum einen die Vermittlung von Basisfähigkeiten wie Lesen, Schreiben und Rechnen, zum anderen die Entwicklung der Kommunikationsfähigkeit sowie die Förderung von Methoden- und Medienkompetenz. Erziehungsschwerpunkte im Rahmen des Arbeits- und Sozialverhaltens beinhalten die Entwicklung von Lern- und Leistungsbereitschaft, Zuverlässigkeit und Sorgfalt, Ausdauer und Belastbarkeit, Selbstständigkeit, Verantwortungsbereitschaft, Kooperations- und Teamfähigkeit sowie Konfliktfähigkeit und Toleranz.

Neben einer hohen Stundenquantität in den Fächern Mathematik, Deutsch und Englisch durch den Einsatz von Schwerpunktstunden in diesen Fächern wird ein großer Teil der Teilungsstunden auch hier eingesetzt. Zudem wird der Unterricht im Fach Wirtschaft-Arbeit-Technik (WAT) auf Grund der Priorität und der Organisation in den Klassen 8 und 9 geteilt. Seit dem Schuljahr 2005/06 führen wir entsprechend dem Beschluss der Schulkonferenz eine Oberschule in kooperativer Form in bildungsgangbezogenen Klassen. Pro Jahrgang ergab die Schülerzahl zwei FOR–Klassen und eine EBR–Klasse.Wir bemühen uns, Schüler mit besonderen Problemen bezüglich ihres Leistungs- und Sozialverhaltens individuell zu betreuen, was insbesondere durch häufige Lehrer-Schüler- oder Lehrer-Eltern-Gespräche, in Klassenkonferenzen oder im gemeinsamen Unterricht geschieht.In der Jahrgangsstufe 8 wird in der bildungsgangbezogenen EBR–Klasse WAT in Form von Praxislernen organisiert. Diese Form des Unterrichts findet im Wechsel von 3 zu 1 in Kooperationsbetrieben/ Einrichtungen und in der Schule statt. Das Projekt „Praxislernen“ vermittelt den Schülern die Themenfelder des Rahmenplans WAT der Klassenstufe 8. In den Klassenstufen 9 und 10 führen die Schüler zusätzliche  mehrwöchige Betriebspraktika durch. Für Praxislerntage erhalten die Schüler Arbeitsaufträge, die sich auf den Arbeitsablauf, den Praxisbetrieb, das Berufsbild und die Ausbildung beziehen.In beiden Fällen wird die praktische Tätigkeit in realen Lebens - und Arbeitssituationen mit dem schulischen Lernen verbunden. Die Schüler erhalten die Möglichkeit, die in diesen Bereichen erworbenen Kenntnisse und Fähigkeiten zu erweitern und zu vertiefen, sowohl produktiv-geistig als auch produktiv-praktisch zu arbeiten, grundlegendes Verständnis für technische, ökonomische, ökologische und soziale Vorgänge und Strukturen betrieblicher Arbeit zu erlangen, berufsbezogene Orientierungs- und Handlungsfähigkeit zu entwickeln und sich auf den Übergang in weiterführende Bildungs- und Ausbildungssysteme vorzubereiten. Während die FOR- Klassen jeweils zweiwöchige Praktika durchführen, sind die EBR- Schüler jeweils eine Woche länger im Betrieb.

 

Wahlpflichtunterricht

 

Die Schüler wählen in der 7.Klasse ein Neigungsfach als Wahlpflichtfach. Dieses Fach ist genauso versetzungs- und abschlussrelevant wie Deutsch, Mathematik und Englisch. Gewählt werden kann aus den Angeboten WAT, Naturwissenschaften, Französisch und Darstellen und Gestalten. Die Organisation des Unterrichts orientiert sich an den Zielen der Schule und an den objektiven Gegebenheiten.

 

Gemeinsamer Unterricht

 

In dieser Unterrichtsform werden ausgesuchte Schüler mit sonderpädagogischem Förderbedarf beobachtet und entsprechend ihrem Leistungsvermögen individuell von einem zweiten den Unterricht begleitenden Lehrer unterstützt. Das betrifft insbesondere Schüler mit Lernbehinderungen, mit emotional- sozialen Störungen und mit Leserechtschreibschwäche.

 

Methodentraining

 

Nach einem ersten Kennenlernen wird mit den Schülern der 7. Klassen ein Methodentraining nach der Endres–Lernmethodik durchgeführt, um gleiche Grundvoraussetzungen für alle Schüler zu schaffen.  Ausgesuchte Schwerpunkte sind beispielsweise „Der richtige Arbeitsplatz“, „Zehn Schritte zum Erfolg“, Tipps zu Lesetechniken, Vorteile mündlicher Mitarbeit, Faustregeln für Klassenarbeiten und für das Referieren.

 

Ganztagsunterricht

 

Der Unterrichtsbeginn ist um 8.15 Uhr, die sechste Stunde endet um 13.45 Uhr. Diese Zeiten sind mit den anderen Bernauer Schulen abgestimmt und ermöglichen den Schulbusbetrieb, auf den eine Reihe von Schülern angewiesen ist. Die ersten beiden Stunden und die 4. und 5. Stunde werden jeweils als 90-Minuten-Block unterrichtet. Dies ermöglicht in von den KollegInnen gewünschten Fächern einen methodisch anderen Unterricht, der sich damit auch an den Erfordernissen der Berufs- und Arbeitswelt orientiert. Die Pausenzeiten ermöglichen den Schülern das Einnehmen des Frühstücks und einer warmen Mittagsmahlzeit. Der Anteil der an der Schulspeisung teilnehmenden Schüler ist mit ca. 10% noch nicht zufriedenstellend. Neben den obligatorischen Unterrichtsstunden bietet die Schule seit vier Jahren einen offenen Ganztagsbetrieb. Die über 150 Teilnehmer haben die Möglichkeit, nach Zustimmung durch die Eltern freiwillig aus den Angeboten Methodentraining, Förderunterricht und Arbeitsgemeinschaften zu wählen. Der Förderunterricht konzentriert sich in erster Linie auf die Fächergruppe 1 (Deutsch, Mathematik, Englisch, Wahlpflicht). Den Hauptanteil der Arbeitsgemeinschaften deckt der Sport ab, das folgt dem Schülerwunsch. Einige dieser AGs werden auch durch ehrenamtliche Übungsleiter von Kooperationspartnern abgesichert.

 

3.2. Leitideen und Grundsätze der Fachkonferenzarbeit

 

In allen Fachkonferenzen werden zu den Rahmenlehrplänen schulinterne Lehrpläne zur Umsetzung der Ziele erarbeitet und fortgeschrieben. Dabei stimmen die jeweiligen Fachkollegen sowohl inhaltliche Schwerpunkte (Unterricht, Projektarbeit, ÜTK) als auch konkrete Grundsätze der Leistungsbewertung sowie Anzahl und Umfang der Klassenarbeiten ab. Damit wird gewährleistet, dass das Niveau und der Schwierigkeitsgrad für alle Schüler des jeweiligen Bildungsganges gleich sind. Eine Ergebniskontrollmöglichkeit sehen wir in schulinternen Vergleichsarbeiten, die in den Fächern Deutsch und Mathematik in den Klassenstufen 7 und 9 geschrieben werden. Die Klassenarbeiten werden auf Klassenstufenbasis gemeinsam vorbereitet bzw. abgestimmt. Die Schulleitung hält den Kontakt zu den Fachkonferenzleitern und wird von ihnen über alle Beratungen und Beschlüsse der jeweiligen Fachkonferenz informiert. Zu Beginn des Schuljahres werden in allen Fachkonferenzen auch die geltenden Bewertungsmaßstäbe festgelegt und in den entsprechenden Gremien vorgestellt. Ein weiterer Aspekt unserer Arbeit beinhaltet den Austausch neuer Methoden der Unterrichtsgestaltung, die durch die Fachkollegen in den zahlreichen Fortbildungsveranstaltungen gesammelt werden. In den Fachkonferenzen wird ebenfalls über die notwendigen Arbeitsmittel und die erforderlichen Lehrbücher beraten.

 

3.3. Die Ausgestaltung der Stundentafel

 

Die Stundentafel ergibt für alle Schüler der Klassen 7, 8, 9 und 10 jeweils 32 Wochenstunden. Die Schwerpunktstunden werden zum verstärkten Unterricht in den Fächern Mathematik, Deutsch und Englisch genutzt. Teilungsunterricht wird in der 7. und 10. Jahrgangsstufe im Fach Mathematik sowie im Pflichtfach Wirtschaft-Arbeit-Technik der Jahrgänge 8 und 9 verwendet. Eine weitere Besonderheit ist der wöchentliche praktische Tag der EBR- Klasse in Klassenstufe 8.

 

Unser Angebot im Wahlpflichtbereich beinhaltet folgende Möglichkeiten:

      • Fremdsprache in Französisch
      • Darstellen und Gestalten
      • Wirtschaft, Arbeit und Technik
      • Naturwissenschaften

Wir bieten unseren Schülern am Nachmittag viele Arbeitsgemeinschaften an, die zum Teil auch außerhalb der Schule stattfinden (Kochen und Backen, Kung Fu, Handball, Fußball, Volleyball, Basketball, Fitness, Fotografie, Ehrenamt, Kunst/Theater, Aquarium)

 

3.4. Evaluationskriterien, die die Schule nutzt, um sich schulintern und schulübergreifend zu vergleichen

 

An der Schule werden eine Reihe von schulinternen Möglichkeiten genutzt, um erreichte Standards zu begutachten, auszuwerten und Weiterentwicklungsmaßnahmen festzulegen. So werden in den Jahrgangsstufen 7, 8, und 9 in den Fächern Deutsch und Mathematik Vergleichsarbeiten geschrieben und in den Fachkonferenzen ausgewertet. Die Ergebnisse werden Schülern, Eltern und Lehrern offengelegt. In der Klasse 8 erfolgt dies zentral mit dem VERA - Test, um die Aussagefähigkeit des Vergleichs zu optimieren. In den 10. Klassen werden Fragebögen zur Schulzufriedenheit und Einschätzung der Bildungs- und Erziehungsarbeit ausgewertet. Die Prüfungen der 10. Klassen werden transparent in den entsprechenden Gremien ausgewertet. Die Schule war bereits zweimal PISA-Schule. Die erste Auswertung ergab ein überdurchschnittliches Abschneiden. Der Test 2006 wurde wiederum zum großem Erfolg. Die Ergebnisse der Schüler in Naturwissenschaften und Mathematik liegen gegenüber den Vergleichschulen signifikant über dem Durchschnitt. In Deutsch ereichten die getesteten 15 Jährigen Ergebnisse, welche im Durchschnitt der Vergleichsschulen lagen. Die Ergebnisse sind auf der homepage der Schule veröffentlicht. Die Schule nahm freiwillig auf Beschluss der Gremien an dem Bertelsmannprojekt „Selbstevaluation in Schulen“ teil. Die Ergebnisse sind im Schulprogramm bereits kommentiert. Zudem sind die jährlichen Datengestützten Qualitätsgespräche mit dem Staatlichen Schulamt ergebnisorientierte Evaluationsinstrumente. Die zentrale Auswertung der Prüfungsergebnisse dokumentiert auch im vergangenen Jahr die erreichten positiven Ergebnisse. Auch hier waren die Mathematikergebnisse weit über dem Landesdurchschnitt.

 

3.5. Ziele und Formen der Zusammenarbeit mit Schülerinnen und Schülern sowie deren Erziehungsberechtigten hinsichtlich der gemeinsamen Verantwortung für Bildung und Erziehung

 

Die Lehrer, Schüler und Eltern arbeiten zusammen in der Schulkonferenz. Die Mitglieder der Schulkonferenz wurden im Lehrerkollegium, von den Klassensprechern und den Elternsprechern der Klassen gewählt. Die einzelnen Gremien (Klassensprecher und Elternsprecher) führen voneinander unabhängige Konferenzen durch. In den Gremien werden Vorschläge zur Weiterentwicklung der Schule erarbeitet, so dass Eltern und Schüler an diesem Prozess teilhaben. In der Schulkonferenz, die zweimal pro Schuljahr tagt und über wichtige schulische Entscheidungen befindet, fließt die Arbeit aller Gremien zusammen.

Pro Schuljahr finden bis zu drei Elternabende und 5 – 6 Elternsprechstunden statt. Gespräche mit Schülern werden nach Bedarf außerhalb des Unterrichts sowie im Beisein der Eltern zur Elternsprechstunde geführt. Die Eltern und Schüler werden durch die Klassenlehrkraft über Ergebnisse von Evaluationen, Umfragen und Visitationen informiert. Eine spezielle Form der Zusammenarbeit zwischen Eltern, Schule und Schülern stellen die Schulfahrten und Wandertage dar, bei denen Eltern und Schüler in besonderem Maße an der Vorbereitung und Durchführung beteiligt sind. Wir nutzen die Wandertage im Schuljahr zur umfassenden Bildung und Erziehung unserer Schüler. Je ein Wandertag pro Schuljahr ordnet sich den folgenden Schwerpunkten unter: Kultur, Sport und Spiel, Bildung und Wissenschaft

 

3.6. Die Zusammenarbeit mit außerschulischen Partnern

 

Den Verantwortlichen der Kommune ist Schule wichtig und das spiegelt sich in der unkomplizierten Zusammenarbeit mit dem Schulträger Stadt Bernau wider. Der bauliche Zustand, die getätigten und beabsichtigten Investitionen, die Ausstattung mit Lehr- und Lernmitteln und die Problemlösungsbereitschaft des Schulträgers sind vorbildlich. Die Schule leistet einen Beitrag zur Sauberkeit der Stadt beim jährlichen Frühjahrsputz. Zu den Schulen der Stadt Bernau gibt es einen guten Kontakt. Die gute Zusammenarbeit der Bernauer Schulen zeigt sich besonders anschaulich bei der gemeinsamen Vorbereitung und Durchführung der Bernauer Ausbildungs- und Studienbörse. Durch diese gemeinsame Arbeit werden Respekt und Verständnis füreinander stärker entwickelt. Die Ausbildungsbörse, die durch unsere Schule bereits das 10. Jahr mitorganisiert wird, ist neben den Betriebspraktika ein wichtiger Punkt der Zusammenarbeit mit Betrieben, Institutionen und weiterführenden Bildungseinrichtungen. Über 150 verschiedene Partner hatte und hat die Schule hier. Ein bedeutsamer und verlässlicher Partner ist die Serviceagentur für Arbeit. Durch Sprechstunden, Informationsveranstaltungen und Unterrichtsbesuche gibt es spezielle Unterstützung für Schüler und Eltern. Einen ähnlichen Beitrag leisten auch die Krankenkassen. Regelmäßigen Kontakt gibt es zu den Grundschulen und Kitas der Stadt. So sind Oberschüler z.B. als Kampfrichter bei Sportfesten aktiv oder gestalten Weihnachtsfeiern für Kitakinder. Zu den ehemaligen Realschulen der Region gibt es eine historisch gewachsene gute Beziehung, die sich durch Erfahrungsaustausch und Hilfe zeigt. Der Förderverein unterstützt durch ideelle und materielle Zuwendungen die Bildungs- und Erziehungsziele der Schule.

 

3.7. Kooperation zwischen den Lehrkräften

 

Alle Kollegen arbeiten eng zusammen und nutzen unter anderem folgende vielfältige Möglichkeiten der Kooperation:

      • Klassenstufenkonferenzen (zweimal jährlich)
      • Klassenkonferenzen (mindestens zweimal, bei Bedarf auch häufiger)
      • Fachkonferenzen (drei– sechsmal pro Schuljahr)
      • Gesamtlehrerkonferenzen (ca. siebenmal pro Schuljahr)
      • fachliche Zusammenarbeit auf Klassenstufenbasis

Je nach Möglichkeit und Notwendigkeit nutzen die Kollegen die Chance zur gegenseitigen Hospitation. Schulinterne Lehrpläne / Stoffverteilungspläne werden in den Fachkonferenzen durch alle Kollegen erarbeitet und weiterentwickelt, gleiches gilt für Phasen des Projektunterrichts. Erfolgreiche Unterrichtsideen werden allen Fachkollegen zur Verfügung gestellt. Angestrebt wird das fachübergreifende und fächerverbindende Arbeiten. Hier erstellen mehrere Fachkonferenzen gemeinsam die Konzeptionen. Diese Arbeitsformen gipfeln in einem intensiven, mehrtägigen Projektunterricht, in dem die normale Unterrichtsorganisation aufgehoben wird. Als langjährige Ausbildungsschule für Lehramtsanwärter sind wir interessiert, unsere Erfahrungen weiterzugeben, aber auch selbst von den neuen Ideen der angehenden Pädagogen zu profitieren.

 

3.8. Beratungs- und Fortbildungskonzept

 

Die Fortbildung des Kollegiums erfolgt auf zwei Ebenen. Einerseits besteht für jeden Lehrer die Pflicht zur individuellen fachlichen Fortbildung, andererseits werden schulinterne Fortbildungen nach Beschluss der Lehrkräftekonferenz durchgeführt. Die Teilnahme wird in Form einer Bestätigung in den Lehrerakten dokumentiert. Die Fortbildungsangebote werden veröffentlicht und über die Fachkonferenzleiter verbreitet. In den Fachkonferenzen tauschen sich die KollegInnen über Fortbildungsergebnisse aus. Erste-Hilfe-Schulungen und Angebote der Unfallkasse werden regelmäßig genutzt. Die Schulleitung führt kontinuierliche Hospitationen und Beratungsgespräche mit den Kolleginnen und Kollegen durch. Innerhalb der Fachkonferenzen und durch die KlassenleiterInnen werden gegenseitige Hospitationen und Beratungen nach Bedarf organisiert.